Drohnen über NES - Jopp geht hoch hinaus

Neue Technologien gehören zur Unternehmensphilosophie


Nach den weißen Flitzern mit dem E auf dem Nummernschild und dem Schriftzug Jopp an den Seiten, dreht man sich in Bad Neustadt schon längst nicht mehr um. Denn dass das Neustädter Traditionsunternehmen einer der Vorreiter in Sachen Elektromobilität ist, weiß inzwischen jedes Kind. Doch Ende August reckte so mancher Passant zwischen Kastanienallee und dem Gebiet ‚Am Donsenhaug‘ den Hals und schaute nach oben: Wie eine riesige Hummel brummte da ein unbekanntes Flugobjekt vom Jopp-Werk 1 zum Werk 2 und wieder zurück.

Wie man sich bei Jopp auf die Herausforderung Zukunft vorbereitet, welche Vorteile ein Technologieunternehmen wie Jopp in einer ländlichen Region, und welche Nachteile eine solche Lage hat, darüber wollte sich der Landtagskandidat Karl Graf Stauffenberg (FDP) bei einem Besuch des Unternehmens aus erster Hand informieren. Nach der Firma Reich in Mellrichstadt war Jopp die zweite Station auf seiner Informationstour durch Unterfranken.

Im Hof des Jopp-Werkes an der Kastanienallee lüftete sich das Geheimnis um das UFO über Bad Neustadt: Eine sogenannte Drohne mit acht Propellen und rund einem Meter Durchmesser landete hier nach dem Flug punktgenau, genau beobachtet von den beiden Jopp-Geschäftsführern, den Konstrukteuren der Firma EmKopter aus Würzburg und dem FDP-Kandidaten Graf Stauffenberg.

Dass man auch in Bad Neustadt ein ‚Global Player‘ sein kann, erklärten die beiden Geschäftsführer Dr.-Ing. Hubert Büchs und sein Sohn Martin, Diplom Wirtschaftsmathematiker und Ingenieur, anhand einer Übersicht über die Standorte des Unternehmens. So ist Jopp mit Werken und Unternehmensbeteiligungen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Tschechien, Ungarn, den USA, Mexiko, Brasilien sowie in Indien und China präsent.

„Das Interesse an neuen Technologien und die Prüfung ihrer Möglichkeiten zum Einsatz gehören zu unserer Firmenphilosophie“, erklärt Martin Büchs. „Natürlich gehen wir nicht in das Lufttransportgeschäft, aber für den schnellen Transport von Ersatzteilen beispielsweise von einem Standort zum anderen sind Drohnen eine interessante Perspektive. Und das nicht nur für uns. Im Rhön-Klinikum etwa würde man lieber heute als morgen diese Technik einsetzen, um beispielsweise Blutproben schnell von der Notaufnahme zum Labor zu transportieren, denn bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt es auf jede Sekunde an.“

Alltägliche Praxis sind bereits Elektoautos bei Jopp. Von insgesamt 8 stehen fünf davon auf speziell dafür eingerichteten Parkplätzen mit Ladestation, von denen eine bereits für das kabellose Laden der Batterie geeignet ist. „das Aufladen erfolgt hier über eine Induktionsspule im Boden,“ verrät Martin Büchs. „Sie erzeugt ein hochfrequentes magnetisches Wechselfeld, das von der Ladevorrichtung im Fahrzeug aufgenommen und in Strom umgewandelt wird.“ Die Batterien von fünf Wagen haben nebenbei auch einen ganz praktischen Nutzen: Bei kurzfristigem hohen Strombedarf des Werkes werden sie ‚angezapft‘ um Stromspitzen auszugleichen.

Das Kerngeschäft von Jopp sind natürlich nach wie vor Komponenten für die Kraftfahrzeug-Industrie. Und auch hier präsentierten sich die Bad Neustädter in einigen Bereichen als Technologieführer. Ein Beispiel dafür ist ein Schaltwellenmodul, in dem gleich drei Werkstoffe im Verbund eingesetzt werden: herkömmlicher Stahl mit Elementen aus Sintermetall sowie Kunststoff. „Diese Kombination vereint die drei speziellen Eigenschaften dieser Materialien“, erklärt Dr. Büchs: „die Härte des Stahls, die präzise Formbarkeit von Sintermetall und die Schlagzähigkeit von Kunststoff, alles kombiniert in einem Bauteil“.

Wie kann sich aber ein Unternehmen für Spitzentechnologie in einer eher ländlichen Region wie Rhön-Grabfeld behaupten, gibt es ausreichend qualifizierte Fachkräfte, wie löst man die logistischen Herausforderungen und welche Erwartungen hat man an die Politik? Das waren die Fragen, die Karl Graf Staufenberg an die Firmeninhaber hatte. „Die unternehmerischen Aufgaben wie Forschung, Entwicklung und Marketing müssen wir natürlich selbst lösen“, betont Martin Büchs. „Die Politik hat für entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen, vor allem weniger Bürokratie, ein transparentes Steuersystem und natürlich endlich ein leistungsfähiges schnelles Internet auch in unserer Region. Da sind uns andere Länder weit voraus.“

Bildunterschriften:

Foto 1

Die Jopp-Drohne nach ihrer Landung. Von links: Martin Büchs, Karl Graf Stauffenberg, Dr. Hubert Büchs und zwei Mitarbeiter der Firma EmKopter.

Foto 2

Ein Schaltwellenmodul aus drei Werkstoffen im Verbund. Das Spitzenprodukt der Firma Jopp präsentieren Dr. Hubert und Martin Büchs den Besuchern.

Foto 3

Gleich fünf Elektroautos kann der Landtagskandidat Graf Stauffenberg an ihren Ladestationen sehen.


Text: Stefan Rath stellv. Kreisvorsitzender FDP Rhön-Grabfeld





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