• Karl Graf Stauffenberg

Tourismus auf das Land

Gestern war ich auf einer gemeinsamen Veranstaltung der VBW (Vereinigung der bayerischen Wirtschaft) und der BHG (Bayerische Hotel-und Gaststättenverband).

Es war eine tolle Veranstaltung, in der wir erfahren durften, wie in relativ kurzer Zeit eine Region in Unterfranken touristisch so erschlossen wurde, dass sie heute wirklich ein Leuchtturm des bayerischen Tourismus darstellt.

Ich rede von der unterfränkischen Weinregion entlang des Mains.

Hier haben Winzer, Gastronomen, kommunale Politik und entsprechende Verbände im Team zusammen gearbeitet und wirklich etwas tolles geschaffen.

Das macht Mut, dass das in anderen Regionen in Unterfranken funktionieren kann.

Dazu benötigen wir allerdings eine noch größere Anstrengung aller Beteiligten und Verantwortlichen, denn die übrigen Regionen sind eben nicht Weinland. Dennoch sind beispielsweise die Haßberge, die Rhön und das Grabfeld mit Ihrer wunderschönen Mittelgebirgslandschaft und der großen Anzahl an Burgen, Schlössern und auch Ruinen mehr als außergewöhnliche Reiseziele und Besuche wert.

Wie aber sollen Touristen in diese Teile Unterfrankens gelockt werden. Es werden Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Restaurants und Gaststätten gebraucht, in denen Touristen auch heute noch gerne unterkommen und sich wohlfühlen.

Bestehende Einrichtungen müssen auf den heute geforderten Standard um- und ausgebaut werden, neue müssen errichtet werden.

Dazu wird Geld benötigt. Geld, dass die meisten Gastronomen in den ländlichen Gebieten nicht haben.

Seit der Finanzkrise hat die Regierung aus Furcht vor einer neuen Bankenkrise die Banken zu einer sehr restriktiven Kreditpolitik verpflichtet und damit gerade auf dem Land die Investitionsmöglichkeit in Erneuerung und neue Unternehmungen nicht nur erschwert sondern unmöglich gemacht.

Die Sicherheit, die beispielsweise eine Immobilie in Höchheim darstellt, ist eben nicht die gleiche wie eine vergleichbare im Speckgürtel von München.

Es ist aber notwendig, dass Gewerbetreibende, auch Gastronomen, die Möglichkeiten bekommen, Investitionskapital zu erhalten.

Das ursprüngliche Geschäft einer Bank war, Geld zu sammeln und als Kredite weiter zu vermitteln. Dazu sollten die Banken auch wieder zurückkehren dürfen, auch wenn es in ländlichen Gebieten ein größeres Risiko darstellt. Die Landesregierung und der Bund sollten Banken dazu ermutigen, die den ländlichen Raum zu stärken und nicht davon abhalten.

Sollte das nicht passieren, wird der ländliche Raum auf Dauer nicht die Möglichkeit haben, Unternehmen, insbesondere die Gastronomie zu halten. Die Landflucht wird anhalten und dadurch auch der Wohnungsmangel in den Städten nicht abnehmen.

Wenn mehrere Gemeinden einen Fahrradweg bauen, ist das ein erster Schritt, aber es riecht nicht aus. Fahrradtouristen werden nur dann wiederkommen, wenn sie ein gastronomisches Angebot erleben und auch mal einkehren können. Die Politik, angefangen bei den Kommunen über den Landtag bis zum Bund, muss sich endlich um dieses Thema kümmern, damit sich auch der ländliche Raum entwickeln kann.


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