DIE AFRIKANISCHE SCHWEINEPEST

Aktualisiert: 13. März 2018



Bayerische Jäger sind ein bedeutender Faktor, wenn es um aktiven Umweltschutz geht.Durch den Abschuss von Wild leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und Schutz der gefährdeten Waldfläche.- Gleichzeitig halten sie auch das Schwarzwild von den Äckern fern und helfen so der Landwirtschaft einen weitestgehend sorgenfreien Ackerbau zu betreiben. Sollten Wildschweine doch einmal Schaden an Äckern und Wiesen der Bauern anrichten, so kann der Landwirt mit Wildschadenzahlungen des Revierinhabers rechnen.

Durch die Angst vor der afrikanischen Schweinepest (kurz ASP) sind die Jäger im Freistaat angehalten, ihr Hauptaugenmerk auf das Schwarzwild (Wildschweine) zu richten. Dafür soll der Revierinhaber vom bayerischen Staat € 20,00 pro erlegtem Tier erhalten.

Vordergründig könnte man meinen, eine gute Sache.

Wenn man allerdings genauer hinsieht, wird man feststellen, dass der Jäger bei einer Summe von € 20,00 pro erlegtem Tier draufzahlen muss. In Unterfranken kostet die Jagdpacht durchschnittlich € 4,00 - € 6,00 pro Hektar. Bei einer Gemeindejagd mit 500 ha sind das € 2000,00 - € 6000,00 p.a. Ein erlegtes Wildschwein kostet den Jäger darüber hinaus durch die gesetzlich vorgeschriebene Trichinenschau noch einmal € 7,00. Hinzu kommt noch die Überprüfung, ob das erlegte Tier, den Erreger der ASP in sich trägt, Noch einmal ca. € 20,00 für den Jäger.

Die einzige Möglichkeit, dieses Geld wieder zu amortisieren ist der Verkauf des Wildbretts.

Da durch die ASP das Land Bayern nun die Jäger auffordert, den Abschuss von Schwarzwild massiv zu erhöhen, entsteht ein Überangebot von Wildschweinfleisch. Im Moment beträgt der Preis nur noch ca. 60 Cent pro Kilogramm. Tendenz fallend.

Die Jagd war noch nie ein rentables Geschäft. Aber man darf auch nicht vergessen, dass ein Jäger viele Stunden im Jahr nachts verbringen muss, um Wildschweine zu erlegen.

Wenn die bayerische Staatsregierung also die Jäger wegen der ASP in Pflicht nehmen will und die Jägerschaft dazu auffordert, die ASP aktiv zu bekämpfen, reichen € 20,00 pro erlegtem Tier bei weitem nicht aus. Es ist die Aufgabe der öffentlichen Hand und der Landwirtschaft, Nutztieren vor Tierseuchen zu bewahren, nicht die der Jäger.

Die heutige Jägerschaft ist nicht, wie oft angenommen, ein Haufen von sehr gut betuchten Hobbykillern, die ihren Blutrausch an unschuldigen Tieren auslassen. Es sind Menschen, die ihre freie Zeit opfern, Wald und Feld zu erhalten und aktiv Wildtierbestände zu hegen. Damit verhindert der Jäger Überpopulationen bei Wildtieren, die für das gesamte Ökosystem schädlich sind. Außerdem benötigen wir Menschen auch Nahrung und die Jäger liefern echtes Biofleisch.

Ich fordere die bayerische Staatsregierung auf, auf die bayerische Jägerschaft zuzugehen und einen fairen Ausgleich zu schaffen, wenn sie die Last der ASP-Eindämmung auf die Schultern der Jäger legen will.

Desweitern muss auch die Landwirtschaft ihren Teil dafür tun. Schussschneisen in Feldern sind wichtig, dass das Wild auch erlegt werden kann. An Waldrändern muss genügend Platz eingehalten werden, damit das Schwarzwild nicht unbemerkt in die landwirtschaftlichen Flächen wechseln kann. Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Jägerschaft sind gleichberechtigte Partner und nur gemeinsam kann es gelingen, eine Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest zu verhindern.

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